Häufig gestellte Fragen

Wenn es um den eigenen Körper und die eigene Gesundheit geht, gibt es im Krankheitsfall immer viele Fragen und Unsicherheiten. Hier finden Sie Antworten zu vielen relevanten Fragen, die uns im Praxisalltag gestellt werden.

Durch Anklicken der Pfeilsymbole und gelangen Sie zu den Fragen:

• Kommen Krampfadern wieder?

• Sucht sich das Blut neue Wege?

• Wie lange falle ich aus?

• Kann ich mich wieder normal bewegen?

• Wie sieht die Nachbehandlung aus?

• Ist die OP ambulant möglich?

• Habe ich dann wieder hübsche Beine?

• Welche Kosten entstehen?

Kommen Krampfadern wieder?

Für die Entstehung von Krampfadern sind sowohl das Erbgut, als auch äußere Einflüsse maßgeblich. Auf das Erbgut besteht keine Einflussmöglichkeit, dieses hat man gewissermassen durch die Eltern in die Wiege gelegt bekommen. Insoweit ist es zumindest möglich, dass auch nach erfolgreicher Beseitigung, später andere Krampfadern auftreten können. Beeinflussbare äußere Faktoren sind z.B. Übergewicht, stehender Beruf, im weiteren Sinne natürlich auch Schwangerschaften, Bewegungsmangel, u.s.w. Einen ganz wesentlichen Einfluss hat aber vor allem die Art der Krampfaderbeseitigung. Bei entsprechend gründlichem Vorgehen ist meist eine dauerhafte Befreiung von Varizen möglich.

Sucht sich das Blut neue Wege?

Jedes Bein hat zwei Venensysteme, ein oberflächliches und ein tiefes. Sind alle Venen intakt, wird das Blut in beiden Systemen zum Herzen transportiert. Das tiefe Venensystem leistet dabei die Hauptarbeit und ist das wesentliche für die Gesundheit des Beines. Beide Venensysteme sind durch quer verlaufende Venen (Perforansvenen) miteinander verbunden, so dass durch eine Erkrankung des oberflächlichen Venensystems das tiefe Venensystem enorm belastet werden kann. Bei einer Varikosis, welche immer zum oberflächlichen Venensystem gehört, fließt das Blut in die falsche Richtung, also ins Bein zurück. Mit Entfernung der kranken Venen muss sich das Blut also keine neuen Wege suchen, sondern es fließt weiterhin in den gesunden Venen - die aber entsprechend entlastet werden, also weniger statt mehr leisten müssen.

 

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Wie lange falle ich aus?

Das kommt sowohl auf die eigene Konstitution, den Verlauf der Behandlung und vor allem auch der Behandlungsmethode an. Bei Verödungen entstehen im Regelfall überhaupt keine Ausfallzeiten. Beim Radiowellen-Katheterverschluss der Gefäße sind oftmals keine oder nur wenige Tage Arbeitsunfähigkeit zu erwarten. Beim Stripping sind naturgemäß längere Zeiten der Erholung notwendig. Bei allen Verfahren bleibt man aber vollständig mobil und benötigt keine Hilfsmittel.

Kann ich mich wieder normal bewegen?

Ja! Im Regelfall gibt es selbst direkt nach der Behandlung keinerlei Einschränkungen der Mobilität. Die Gehfähigkeit ist zu keinem Zeitpunkt eingeschränkt. Allerdings sollte nach offenen Operationen (Stripping) berücksichtigt werden, dass es sich um frische Wunden handelt, die vor allem in den ersten Tagen Ruhe benötigen um sicher zu verheilen.

Wie sieht die Nachbehandlung aus?

In jedem Fall wird eine vorübergehende Therapie mit Kompressionstrümpfen erforderlich. Diese fällt aber je nach Behandlung unterschiedlich lange aus. Nach ein Stripping müssen die Kompressionsstrümpfe mindestens sechs Wochen getragen werden. Beim Radiowellenkatheter (RFITT) sind meist drei Wochen ausreichend. Bei Verödungen reichen durchaus manchmal nur wenige Tage. Natürlich müssen nach offenen Operationen auch Verbandwechsel erfolgen und die Fäden gezogen werden.

 

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Ist die OP ambulant möglich?

Diese Entscheidung ist nur individuell zu treffen und nicht pauschal zu beantworten. Zur Entscheidung tragen die Gesundheit des Patienten, die Ausprägung des Krampfaderleidens und die gewählte Methode bei. Je länger eine Operation dauert und je älter eine Patientin/ ein Patient ist, umso eher sollte nach der Operation eine stationäre Überwachung zumindest bis zum nächsten Tag erfolgen. Verödungen werden immer ambulant durchgeführt.

Habe ich dann wieder hübsche Beine?

Natürlich können wir Ihnen keine neuen Beine verschaffen. Aber kosmetisch störende Krampfadern sind in der Regel vollständig entfernbar. Der Weg dahin kann aber je nach Ausgangsbefund einige Zeit in Anspruch nehmen. So können zum Beispiel erst eine Operation und anschließend mehrere Verödungen notwendig werden bis zum gewünschten Ergebnis. Wer makellose Beine wünscht, muss auch etwas Geduld mitbringen.

Welche Kosten entstehen?

Die privaten Krankenversicherungen übernehmen in der Regel problemlos auch die minimalinvasiven Therapien (Celon-Methode). Bei den gesetzlichen Krankenkassen besteht derzeit noch keine einheitliche Linie, was die Bezahlung der modernen und schonenden Verfahren angeht. Einige Krankenkassen sind dazu übergegangen, zumindestens teilweise die Kosten dafür zu übernehmen. Das Stripping wird von den Kassen immer und in voller Höhe erstattet.

Sollte für den Eingriff einen kurzer stationärer Aufenthalt erforderlich sein, so steht uns im Hause eine Bettenstation der Klinik Helle Mitte zur Verfügung. Obwohl sämtliche Krankenkassen grundsätzlich den stationären Aufenthalt als Einzelfallentscheidung bewilligen könnten, wird es leider nicht von allen so gehandhabt. In diesem Fall haben Sie natürlich die Möglichkeit, selbst die Kosten zu tragen.

 

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