Diagnostik

Routinemäßige Untersuchung der Blutgefässe mit Ultraschall.
Routinemäßige Untersuchung der Blutgefässe mit Ultraschall.
Farbige Darstellung des Blutflusses im Ultraschall.
Farbige Darstellung des Blutflusses im Ultraschall.

Die rechtzeitige und richtige Erkennung einer potentiellen Venenkrankheit ist wichtig, um eine gezielte und individuelle Behandelungsstrategie zu entwickeln und Komplikationen vorzubeugen

Krampfadern können bei beginnender Venenschwäche durch konsequente Gegenmaßnahmen, wie z. B. eine Kompressionsbehandlung, eventuell noch reduziert, hinausgezögert oder sogar vermieden werden. Die medizinische Früherkennung einer Erkrankung hilft zudem Komplikationen wie eine Überlastung der tiefen Blutgefässe, Gerinnselbildungen oder auch Hautveränderungen zu vermeiden. Ziel unserer eingehenden Diagnostik ist es daher, den realen Umfang der Erkrankung vollständig zu erfassen, um gemeinsam mit Ihnen eine geeignete Therapie auszuarbeiten und festzulegen.

 

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Dabei sind das genaue Beschwerdebild sowie bereits bekannte familiäre Vorbelastungen wichtige Informationen, die wir grundsätzlich in einem persönlichen Vorgespräch erfassen. Auffällige Hautvenen und knotenartig hervortretenden Krampfadern, zeigen sich hier ebenso wie Besenreiser. Ein besonders Augenmerk gilt deshalb immer dem Zustand der Haut an den Beinen sowie den "Mündungsstellen" der oberflächlichen Venen ins tiefe Venensystem z. B. in den Leisten, in den Kniekehlen und an den Unterschenkeln.

Was sind Krampfadern?

Im vorbereitenden Patientengespräch klärt hier Dr. Ruppe alle medizinischen Fragen im persönlichen Dialog.
Im vorbereitenden Patientengespräch klärt hier Dr. Ruppe alle medizinischen Fragen im persönlichen Dialog.

Krampfadern sind nicht nur ein ästhetisches Problem, sie können auch zu erheblichen medizinischen Problemen führen.

Schätzungsweiese jeder dritte Deutsche leidet im Laufe seines Lebens unter Krampfadern (Varizen) und Besenreisern. Diese Venenleiden sind in erster Linie genetisch bedingt. Allerdings fördern auch langes Stehen, langes Sitzen sowie Schwangerschaften nachweislich die Bildung von Krampfadern. Krampfadern entstehen als Folge funktionsgestörter Venenklappen - aufgrund einer ererbten Bindegewebsschwäche weiten sich die oberflächlichen Venen und die Klappen können nicht mehr schließen. Der Rückfluss des Blutes zum Herzen erfolgt nicht mehr vollständig. Folge ist ein Blutstau und eine Belastung der gesunden tiefen Venen, die dieses zurück sackende Blut immer wieder Richtung Herz transportieren müssen. Je mehr Blut dabei wieder ins Bein zurück drückt, desto mehr Schäden richtet dieser chronische Stau an.

 

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Krampfadernformen

In der Medizin werden folgende Krampfadernformen unterschieden:

Besenreiser

Besenreiser sind schmale, dunkelblaue Gefäße in der Haut, die kosmetisch als störend empfunden werden aber nur selten medizinsche Probleme bereiten. 

 

Seitenastvarizen 

Als Seitenvarizen werden Erweiterungen größerer Hautgefäße bezeichnet, namentlich der Seitenäste der Stammvenen, die häufig gut sichtbar und stark geschlängelt hervortreten.

 

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Retikuläre Varizen

Retikuläre Varizen sind netzförmig angeordnete, unregelmäßig verteilte und leicht geschlängelte Erweiterungen von kleinen Hautvenen.

 

Perforansvarizen

Perforansvenen sind Verbindungsvenen zwischen den oberflächlichen und tiefen Venen. Krankhaft erweitere Perforansvenen sind manchmal im Stehen als Vorwölbung sichtbar und darunter läßt sich eine Lücke ertasten.

Stammvarizen

Stammvenen sind die Hauptvenen des oberflächlichen Venensystems und am häufigsten von einer Klappenschwäche betroffen. An der Innenseite der Beine verläuft von der Leiste bis zum Inneknöchel die Vena saphena magna und von der Kniekehle zum Außenknöchel die Vena saphena parva. Krampfadern der Stammvenen sind die medizinisch gefährlichste Form der Varikosis, weil sie zu erheblichen Komplikationen führen können.

 

Folgen unbehandelter Krampfadern

Um die medizinischen Folgen unbehandelter Krampfadern zu vermeiden, sollte frühzeitig mit einer Therapie begonnen werden.
Um die medizinischen Folgen unbehandelter Krampfadern zu vermeiden, sollte frühzeitig mit einer Therapie begonnen werden.

Hinter fast jedem kosmetisch störenden Venenleiden steckt ein gesundheitliches Problem, das therapiert werden sollte.

Auch wenn bei ausschließlich ästhetisch auffälligen Krampfadern eine Therapie nicht zwingend notwendig ist, können diese Veränderungen im Laufe des Lebens zunehmen. Die Entscheidung, diese optisch störenden Venen beseitigen zu lassen, liegt hier beim Patienten selbst! Verbrigt sich hinter den optischen Symptomen jedoch eine Stammvenen-Insuffizienz, können ganz erhebliche gesundheitliche Folgen entstehen, wenn nicht rechtzeitig oder keine adäquate Therapie eingeleitet wird. Durch den ständigen krankhaften Rückfluss in den oberflächlichen Venen entsteht ein Überdruck im Gewebe, vor allem am tiefsten Punkt, also am Unterschenkel und Knöchel. Dieser Überdruck führt sowohl zu Wassereinlagerungen im Gewebe als auch zu einer Minderversorgung der dort befindlichen Weichteile, ein Endstadium dieser Erkrankung lautet „Offenes Bein“. Sollten Sie bei sich eines der oben gennante Symptome feststellen oder Fragen zum Thema Krampfadern haben, helfen wir Ihnen in unserer Sprechstunde gerne weiter.

 

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Wie Krampfadern untersucht werden

Ultraschalluntersuchungen sind ein wesentlicher Teil für eine präzise Diagnose.
Ultraschalluntersuchungen sind ein wesentlicher Teil für eine präzise Diagnose.
Vor jedem Therapieplan steht die umfassende Bestimmung des Krankheitsbildes.
Vor jedem Therapieplan steht die umfassende Bestimmung des Krankheitsbildes.

Bei Avimed steht eine individuelle Anamnese sowie eine eingehende Untersuchung vor jedem weiteren Schritt in der Behandlung.

Um ein genaues Bild eines Krampfaderleidens zu erhalten wird der Blutfluss in sogenannten Funktionsmessungen ermittelt. Sie dienen dazu, die Quelle der Krampfadern zu lokalisieren, fest zu stellen wieviel Blut in die falsche Richtung fließt und wie groß der resultierende Blutstau im Bein ist. Zur Anwendung kommen bei uns die Lichtreflex-Rheographie, die digitale Photoplethysmographie, die Doppler-Druck-Messung sowie die Farbkodierte-Duplex-Sonographie, ein hochpräzises Ultraschallmessverfahren.

 

Weitere bildgebende Verfahren wie CT, MRT, Angiographie und Szintigraphie stehen uns als ergänzende Diagnosemöglichkeiten jederzeit zur Verfügung. Alle Messverfahren ermöglichen uns eine farbliche und akustische Darstellung der Venen und Arterien, eine Abbildung des Blutflusses als bewegtes Bild sowie eine computergesteuerte Analyse der Blutflusseigenschaften. Die so gewonnen Erkenntnisse helfen uns bei der eindeutigen Identifikation der erkrankten Venenanteile und des Stadiums der Erkrankung.

 

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